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Mikroplastik ganz groß

Unsichtbare Welten ganz groß auf der Kuppelleinwand im Planetariumssaal. Foto: Pedro Beccerra, SPB
2026
Im Zeiss-Großplanetarium dreht sich vom 16. – 18. April wieder alles um „Unsichtbare Welten: Vom Mikrokosmos zum Universum“. In diesem Jahr lautet das Motto: Mikroplastik in Mensch und Natur. Das Gläserne Labor ist mit Experimentierständen dabei.
Mikroplastik ist fast überall. In der uns umgebenden Natur und auch in unseren Körpern reichert sich der Stoff an. Die winzigen Partikel, teilweise in Staub enthalten, sind mit bloßem Auge nicht oder kaum sichtbar. Je nach Teilchengröße erkennt man es aber unter einer Stereolupe – zum Beispiel in Proben aus Meeressand, Blumenerde oder dem Sand vom Buddelkasten. Das Gläserne Labor lädt Kinder ab zehn Jahren ein, dies an einer Experimentierstation im Zeiss-Großplanetarium auszuprobieren. Findet sich Kunststoff? Gibt es sogar verschiedene Arten davon in einer Probe?
Verstehen, was Mikroplastik ist und wie es sich verhält
Das Thema „Mikroplastik in Mensch und Natur“ steht im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung „Unsichtbare Welten: Vom Mikrokosmos zum Universum“, die im ganzen Haus des Zeiss-Großplanetariums stattfindet. Bei einer weiteren Experimentierstation des Gläsernen Labors geht es darum, mehr über Kunststoffe zu lernen und darüber, wie sie recycelt werden können. Recycling ist nur möglich, wenn die Kunststoffe sortenrein getrennt werden. Wie lässt sich dies umsetzen? Im Experiment finden die Kinder selbst heraus, wie sich Gemische aus Mikroplastik trennen lassen. Dabei spielt die Dichte der Materialien eine Rolle: Schwimmen, schweben oder sinken die Partikel im Wasser? Die Experimente thematisieren auch die Folgen für die Umwelt mit Fragen wie: Was passiert mit Mikroplastikteilchen im Meer?
Mega-Mikroskopie auf der großen „Leinwand“ im Kuppelsaal
Im Kuppelsaal des Planetariums erwartet die Besuchenden ein ganz besonderes Highlight. Wer möchte, kann kleine Objekte mitbringen, deren mikroskopische Bilder im Kuppelsaal faszinierend groß und bis ins kleinste Details gezeigt werden!
Manches, wie etwa Tierhaare, kann direkt betrachtet werden. Andere Dinge müssen erst vorbereitet werden, um sie unter dem Mikroskop betrachten zu können. Größere Stücke von Pflanzen werden hauchdünn geschnitten, damit man hindurchsehen kann. Proben aus der heimischen Regentonne werden auf Objektträger übertragen, konzentrierte Flüssigkeiten gegebenenfalls verdünnt. Aus einem Spülschwamm wird ein Stück herausgezupft oder mit Wasser herausgelöst.
Vorträge für Jugendliche und Erwachsene: Was bedeutet Mikroplastik im Gehirn für uns?
Am Freitag, 17 April 2026, laden ab 19:00 Uhr Jochen Müller und Forschende des Max Delbrück Center für Molekulare Medizin zum Thema „Plastik im Kopf“ ein. Veranstalter sind die Urania und Berlin Brains on Tour.
Mikroplastik ist buchstäblich in aller Munde. Kleine Kunststoffpartikel gelangen über den Darm in viele Gewebe, unter anderem das Gehirn. Wie wirken sie dort? Und lassen sie sich wieder entfernen? Forschende vom Max Delbrück Center in Berlin entwickeln Methoden, um die Aufnahme von Mikro- und Nano-Plastik-Partikeln mithilfe von Mini-Gehirnmodellen nachzustellen und deren Einflüsse auf die Zellfunktion zu ergründen. In dieser Veranstaltung kombinieren sie aufwendig produzierte Mikroskopie-Aufnahmen mit Live-Mikroskopie vorbereiteter Präparate im Kuppelsaal. Erleben Sie Aufnahmen von Nervenzellen, wie Sie sie noch nie gesehen haben und erfahren Sie mehr darüber, was Nano-Plastik im Gehirn für uns bedeutet. Der Eintritt für diesen Programmteil ist frei, die kostenlosen Tickets sind online buchbar.
Für Kinder und Erwachsene
Die Veranstaltung kann sowohl von Gruppen, wie Schulklassen, und auch Familie und Einzelpersonen besucht werden.
Die Experimentierstationen (für Kinder ab 10 Jahren) befinden sich im Foyer des Planetariums und sind jeweils von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung dafür nicht erforderlich.
Für das Programm im Planetariumssaal und im Kinosaal benötigen Sie Tickets, die Sie auf der Webseite des Planetariums und vor Ort erwerben können.
Weitere Informationen:
Unsichtbare Welten
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